Im italienischen wird das Wort degno, öfter noch sdegno des öteren benutzt. Angemessen würde ich es übersetzen, so als würde man so dem deutschen "würdig" seinen "Heiligenschein" nehmen um es in den Alltag einbeziehen können. Sdegnato dagagen würde ich mit angewidert übersetzen. Ein Wortspiel mit dignita´ will mir nicht in den Sinn kommen, leichter ist es mit "degno", also legno, pegno, regno, segno. Wie du siehst gehe ich einfach das Alphabet durch.
7. Kommentar von:
renate
8. January 2010, 20:02
Lieber lupocane, das GG sagt gleich am Anfang, die Würde des Menschen ist unantastbar, also geht man davon aus, dass der Mensch seit seiner Geburt damit ausgestattet ist. Auch ich glaube, dass ich mich dementsprechend verhalten muss. Das, was mich sehr erstaunt, dass man diesem Grundrecht so wenig Beachtung schenkt. Wann hast Du, das letzte Mal darüber gehört? Hast Du je einmal in der Schule oder sonstwo darüber diskutiert? Ist meine Frage nach der Würde so banal?
6. Kommentar von:
lupocane
8. January 2010, 11:30
Gedankensplitter, zu denen mich Deine Betrachtungen anregten:
Sich seiner Würde entsprechend verhalten - ein Anspruch.
Würde kann/muss man erwerben.
Was reimt sich auf dignità/dignity?
5. Kommentar von:
renate
5. January 2010, 09:34
Würde, Bürde, Hürde. Wird der Zusammenhang im Nachhinein hineininterpretiert oder besteht er schon im Konstruieren der Sprache, im Erstehewn von Sprache?
4. Kommentar von:
renate
5. January 2010, 07:36
Er schaut mich mit Würde an.
Würde was ist das.. Es hat sie jeder, sie ist unantastbar. Dann gibt es Würdenträger, es scheint also so, als ob es mehrere Würden gäbe. Würdevoll, würdelos – doch wie kann das sein, wenn sie unantastbar ist? Ok. Also , meine Würde ist unantastbar, aber ich kann mich würdelos verhalten. Das heißt also, ich bin mir, als Inhaber einer, meiner Würde etwas schuldig. Ich muss, und hier scheint der Imparativ als zwingend, mich ihrer angemessen verhalten. Und wie bitte? Gesetze einhalten,. soziale Normen beachten, respektieren, doch nur den , dem Respekt gebürd (auch so ein Wort) Man sieht, ich komme nicht weiter. Da hat man mich erzogen, erst in der Familie, dann in der Schule, dann die ganze Gesellschaft und man hat doch glatt vergessen, mir zu sagen, was das ist diese unantastbare Würde.
Doch bei ihm sehe ich sie. Sie schaut aus seinen Augen heraus.
3. Kommentar von:
renate
2. January 2010, 14:46
Den Menschen an seine Endlichkeit zu erinnern,, bzw.an seine Gebrechlichkeit, ist ein schwieriges, fast immer zum Scheitern verurteiltes Unterfangen. Psychologen kennen das Phänomen und klassifizieren es unter Verdrängung. Daran habe ich nicht gedacht und das ist ein Fehler. Mein Ziel war ein anderes: ich wollte durch seine Augen das neue Jahr schauen lassen, weil sie mehr und Schlimmeres gesehen haben, als die allermeisten von uns. Zu wagen, sich alleine auf den Weg zu machen – und wenn ich alleine sage, dann meine ich nicht, dass wir ohne liebe Mitmenschen sind, sondern wir sind als Erwachsene alleinige Entscheidungsträger – ist ein Lebenswerk, an das zu erinnern, mir der Jahresanfang geeignet erschien.