Die Gesetze des Kapitalismus durchdringen alle Lebensbereiche
22. April 2009, 21:54
Zu edss' Hinweis zu Schlingensief fiel mir der Artikel aus dem ZEIT-Magazin von letzter Woche ein:http://www.zeit.de/2009/17/BilligbestatterEs ist ...
Die Gesetze des Kapitalismus durchdringen alle Lebensbereiche
22. April 2009, 21:54
Zu edss' Hinweis zu Schlingensief fiel mir der Artikel aus dem ZEIT-Magazin von letzter Woche ein:
http://www.zeit.de/2009/17/Billigbestatter
Es ist nicht wichtig, dass der Abschied von einem Leben pompös gestaltet wird; dass aber gar nicht mehr verabschiedet wird, das Ritual - welches auch immer - gemieden wird als erblicke der Teufel Weihwasser, welche Furcht vor dem Imperfekten, vor dem Vergehen, vor dem Schmerz! - Hat eine solche Kultur Zukunft?
@edss: Erst jetzt verstehe ich, was Du mit Deinem Beitrag meinst. Ich habe den Tod gar nicht als kurz vor der Tür stehend assoziiert. Vielmehr denke ich, dass der Umgang vieler Menschen mit dem Tod (bzw. die Vermeidung jeglichen Kontaktes mit von ihm Betroffenen) sich ebenso im Umgang mit Krankheit und den von ihr Betroffenen widerspiegelt.
7. Kommentar von:
lupocane
27. April 2009, 22:01
Tut mir leid, Renate, von Sartre habe ich nur "Der Ekel" gelesen, keine Zerfleischungsscene...
6. Kommentar von:
renate
26. April 2009, 06:22
(oh, lupocane, das erschließt Horizomte von Zombis. Vielleicht hat dann doch Sartre Recht,der auf die Bühne eine Gruppe von Leute brachte, die sich gegenseitig zerfleischen, dabei sind sie alle schon tot. Leider weiß ich den Titel nicht mehr. Vielleicht kannst Du mir helfen.)
5. Kommentar von:
lupocane
25. April 2009, 18:48
Ich glaube, hier geht es weniger um das vorhandene Geld als um die generelle Einstellung zum Geld, zum Sterben und um die Beziehungen der Menschen untereinander.
Vermutlich fällt das Sterben wirklich schwerer, wenn man weiß, dass keiner um einen trauern wird. Der Eine oder Andere mag sich darum wirklich entschließen, vom Sterben abzusehen.
4. Kommentar von:
renate
25. April 2009, 13:13
Vielleicht sterben sie dann nicht mehr.
3. Kommentar von:
klaus
23. April 2009, 18:42
Es sind die traurigen Folgen des jetzigen Kapitalismus.
Und Folgen der sozialen Politik. 2004 wurde ersatzlos das bisschen ( einmalige) Sterbegeld von der unsozialen Koalition geklaut.............
Die Leute haben nix mehr.
2. Kommentar von:
edss
23. April 2009, 08:26
Wenn du http:// vor dem www. löschst dann erscheint das Linkgeflatter.
Bei diesen Gedanken stört mich in , dass sofort der Tod am Horizont winkt wie ein Rollstuhl für gehfähige MS-Patienten.
Christoph Schlingensief lebt und viele andere weilen ebenso unter den Lebendigen.
Christoph Schlingensief und die vielen anderen haben mehr zu sagen und was sie sagen, finde ich spannender als "Gute Zeiten schlechte Zeiten".